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.. niemetz schwedenbomben

SCHWEDENBOMBEN: UMSATZ NACH PLEITE VERVIERFACHT

Mit einem Umsatz von 18 Millionen Euro lässt sich die sich gerade zum sechsten Mal jährende Rettung der Schwedenbomben gebührend feiern. Vor sechs Jahren wurde ihre Rettung eingeleitet. Mittlerweile verzeichnet das Traditionsunternehmen Niemetz Schwedenbomben, das im Jahre 2012 vom Schweizer Konzern Heidi Chocolat AG übernommen wurde, einen Umsatz von 18 Millonen Euro. Vor der Insolvenz waren es noch 4,5 Millionen Euro.

Den wirtschaftlichen Wiederaufstieg hätte das Unternehmen also hingelegt, zu einem Zeitpunkt, wo Haselnussriegel tot gesagt wurden. Bleibt als einzige Herausforderung die lückenlose Kühlkette, um die Haltbarkeit von drei Wochen zu garantieren. Die Nachfrage stieg sogar so stark an, dass die Produktion nicht hinterher kam. Deswegen musste im April 2019 eine zweite Schicht aufgebaut werden.

Obwohl der Süßwarenmarkt gesamt betrachtet Rückgänge verzeichnet, haben sich die Umsätze so positiv entwickelt, so reflektiert Verwaltungsratsvorsitzende Neumair. Es zeigt außerdem, dass regionale Anbieter vor internationaler Konkurrenz bestehen können. Im Gespräch mit der APA erinnert Neumair an das besondere, sechsjährige Jubiläum. Groß gefeiert wird im Produktionsstandort Wiener Neudorf mit einer ganztägigen Jubiläumsfeier.

Am bestehenden Standort selbst wird dann weiter an einem Ausbau gearbeitet. Ein Zubau von 2000 Quadratmetern wurde bereits angemietet. Eine Expansion ins Ausland war nie vorgesehen gewesen. Der erweiterte Standort sollte im Großraum Wien bleiben, so der Neumair. Die Anzahl der Mitarbeiter ist inzwischen auf 180 Personen gestiegen.
(niemetz.at)





.. harald sükar: die fast food falle

HARALD SÜKAR: DIE FAST FOOD FALLE

Pommes, Hamburger und Eiscreme sind ungesund - das sollte schon jedes Kind wissen, trotzdem prägen Fast-Food-Ketten die Ernährung von Millionen Menschen weltweit. Die Folgen: Übergewicht samt Gesundheitsschäden. Der steirische Top-Manager Harald Sükar, jahrelang beim Management von McDonald‘s, hat die Auswirkungen des anhaltenden Trends zum Fast Food analysiert. Seine eindringliche Warnung: „Geht auf keinen Fall mit euren Kindern hin!“

Nicht nur das viele Fett und die hohe Zuckerdosis hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack, auch andere Inhaltsstoffesind problematisch. Die Liste von Geschmacksverstärkern, Konservierungsstoffen, Stabilisatoren, Säureregulatoren, Dickungs- und Bindemitteln, die den Speisen zugesetzt werden, scheint endlos. Für die Industrie sind sie wahre Wundermittel. Ausgehändigt werden die Produkte im Pappbehälter. Hinter Herd und Theke stehen Billiglohnarbeiter. Ihre Handgriffe gleichen der Arbeit von Robotern.

Harald Sükar kennt als ehemaliger Top-Manager das Fast-Food-Geschäft. 13 Jahre lang verantwortete er das als Spitzenmanager von McDonald‘s mit. Danach fing er an, sich eingehend mit gesunder Ernährung zu befassen. Was er in den darauffolgenden Jahren herausfand, belastete sein Gewissen. Deshalb sagt er jetzt, was er gerne schon früher gesagt hätte: „Geht auf keinen Fall zu McDonald‘s, Burger King und Co. Geht schon gar nicht mit euren Kindern hin. Auch nicht ausnahmsweise. Denn es macht euch kaputt.“

In seinem Buch „Die Fast Food Falle: Wie McDonald‘s und Co. auf Kosten unserer Gesundheit Milliarden verdienen“ erklärt der Steirer anhand von Beobachtungen sowie Studien, Dokumentationen und Berichten, warum er es bereut, bei dem millionenschweren Geschäft mit dem Fast Food mitgemacht zu haben. Besonders problematisch sieht er das Suchtpotenzial. Übrigens räumt Sükar auch mit Mythen auf. So steckt im Fisch-Filet-Burger wirklich Fisch, wie in dem Buch zu erfahren ist.
(krone.at)





.. schweinehälften nach dem schlachten

SCHWEINEFLEISCH OFT MIT ANTIBIOTIKARESISTENTEN KEIMEN BELASTET

Schnitzel, Schweinsbraten und Co. haben ein Problem: Ein von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Auftrag von Greenpeace durchgeführter Test hat ergeben, dass jede dritte Probe mit antibiotikaresistenten Keimen belastet war. Die Ursache dafür liegt laut einer Aussendung der Umweltorganisation vom Dienstag in der Massentierhaltung.

Gerade Schweinen werde übermäßig viel Antibiotikum verabreicht, so Greenpeace. So würden sich die Keime gegen die Medikamente abhärten und zur gesundheitlichen Bedrohung für uns Menschen werden. Die NGO forderte vom Gesundheitsministerium daher einen ambitionierten und verbindlichen Plan für die Reduktion von Antibiotika in der Nutztierhaltung.

"Mit dem belasteten Fleisch holen wir uns diese gefährlichen Keime bis zu uns nach Hause", sagte Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. 14 Proben - Schnitzel, Faschiertes, Wangerl und Koteletts wurden analysiert, zehn aus österreichischen Supermärkten und vier aus dem Großhandel. Insgesamt waren fünf davon mit den gesundheitsgefährdenden Keimen MRSA oder ESBL-bildende E. coli belastet. Auf zwei Fleischstücken wurden sogar beide Erreger nachgewiesen.

Bei der Massentierhaltung würden Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht, stehen auf unnatürlichen Böden und fügen einander Wunden zu. Diese Bedingungen würden die Tiere häufig krank machen - dementsprechend hoch sei der Antibiotikaeinsatz, gerade in der Schweinemast. Rund 74 Prozent aller Antibiotika in der österreichischen Nutztierhaltung werden laut Greenpeace Schweinen verabreicht.

Die Weltgesundheitsorganisation warne seit Jahren vor einem drohenden 'Post-Antibiotika-Zeitalter', wenn der übermäßige Einsatz von Antibiotika sowohl in der Tierhaltung als auch beim Menschen nicht drastisch reduziert werde. Allein in der EU sterben jährlich schon jetzt rund 33.000 Menschen an antibiotikaresistenten Keimen, so Greenpeace. "Das zuständige Gesundheitsministerium darf diese drohende Gesundheitskrise nicht weiter ignorieren. Es muss endlich einen ambitionierten und verbindlichen Antibiotika-Reduktionsplan in der Nutztierhaltung auf den Weg bringen", forderte Theissing-Matei. Dafür brauche es vor allem bessere Tierhaltungsbedingungen, so Greenpeace. Zudem müssten die österreichischen Bäuerinnen und Bauern bei dem Umstieg auf eine bessere Tierhaltung unterstützt werden.

Auch Umweltmediziner Hans-Peter Hutter, Sprecher der Ärzte für eine gesunde Umwelt, warnte: "Zweifellos sind die Testergebnisse ein Alarmsignal. Immerhin handelt es sich bei den nachgewiesenen Keimen um wichtige humanpathogene Erreger, die oftmals die Ursache von höchst problematischen Krankenhausinfektionen sind." Konsumenten riet Greenpeace zu einer guten Küchenhygiene. "Wer mit belastetem Schweinefleisch kocht, läuft Gefahr mit den resistenten Keimen in Berührung zu kommen. Im schlimmsten Fall kann das eine schwere Erkrankung nach sich ziehen", warnte Theissing-Matei. Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch sollte man sich daher immer gründlich die Hände waschen und die Kochutensilien säubern. Das Fleisch sollte außerdem immer gut durchgebraten werden. Beim Kauf empfahl Greenpeace, Bio-Fleisch zu wählen.
(kurier.at)





.. peter skoff aus gamlitz

BALD GIBT ES ERSTES OLIVENÖL AUS DER STEIERMARK

Für’s Kernöl sind wir Steirer längst bekannt, künftig könnten wir auch noch mit unserem guten Olivenöl für Furore sorgen. Im südsteirischen Gamlitz sorgt ein neuer Olivenhain für viel Aufmerksamkeit, die erste ordentliche Ernte soll schon in ein paar Jahren eingefahren werden. Bis vor Kurzem wäre dies undenkbar gewesen.

„Ich mache seit vielen Jahren Temperatur-Aufzeichnungen, somit sehe ich schwarz auf weiß, dass sich das Wetter definitiv auch in unserer Region verändert. Vor allem die Winter sind mittlerweile viel lauer“, stellt Peter Skoff aus Gamlitz nüchtern fest.

Dass der Klimawandel längst auch in der Südsteiermark angekommen ist, bedauert der 61-Jährige zwar als Mensch, in seiner Profession als Wein-, und neuerdings auch als Oliven-Bauer, hat er sich die veränderten Bedingungen aber klug zu nutzen gemacht: „Ich wollte mehr Abwechslung in unsere Landschaft bringen und etwas gänzlich Neues ausprobieren. Immer nur Wein, Wald und Schafe - das ist ja langweilig“, lacht der Biowinzer. „So bin ich dann durch meine Reisen in die Toskana und nach Istrien auf die Oliven gekommen“.

350 Bäumchen, allesamt zwei Jahre alt, hat Peter Skoff auf dem Kranachberg, seinem Heimatort, liebevoll in die Erde gesetzt, seither freut sich der innovative Landwirt über viele Zaungäste aus Nah und Fern: „Gärtner und Bauern aus dem ganzen Land kommen zu uns und schauen sich neugierig an, wie das funktionieren kann. Denn noch vor ein paar Jahren wäre ein solches Projekt ja undenkbar gewesen“, sagt der Südsteirer.

Neben Öl will Skoff aus den Oliven übrigens auch Brot machen: „Nachdem die Bäume schon jetzt in der Premierensaison blühen und Früchte tragen, schätze ich, dass wir uns in fünf bis sieben Jahren über erste größere Erfolge freuen können“.

Veränderte Umweltbedingungen nimmt auch Johannes Stangl, Biodiversitäts-Experte vom Naturpark Südsteiermark, wahr: „Wir spüren den Klimawandel bei uns mittlerweile ganz extrem. Gerade jetzt beispielsweise blüht schon der Holler, das ist um zwei Wochen zu früh. Und so geht’s uns auch mit der Weinlese und vielem anderen.“
(krone.at)





.. chateau le pin pomerol 2001

RESTAURANTGÄSTE IN ENGLAND BEKAMEN VERSEHENTLICH 5.000€ WEIN

Gäste in einem Restaurant im nordenglischen Manchester haben versehentlich eine mehr als 5.000 Euro teure Flasche Rotwein serviert bekommen. Die Besucher hätten einen Bordeaux um 260 Pfund (299,47 Euro) bestellt, stattdessen aber einen Chateau le Pin Pomerol Jahrgang 2001 im Wert von 4.500 Pfund (5.183,14 Euro) erhalten, berichteten britische Medien am Donnerstag.

Der Fehler war erst später entdeckt worden. In dem Restaurant nahm man das Missgeschick offensichtlich mit Humor. Auf dem Twitter-Konto der Edel-Gaststätte war am Donnerstag zu lesen, man hoffe, der Empfänger des teuren Tropfens habe seinen Abend genossen. An den betroffenen Mitarbeiter gerichtet hieß es da: "Kopf hoch! Solche einmaligen Fehler passieren, und wir lieben dich trotzdem."
(kurier.at)





.. prost mit schiwasser

TIROLER HERSTELLER BRINGT SKIWASSER AUF DEN MARKT

Es ist allseits bekannt und wird vor allem auf Tirols Skihütten angeboten: das Skiwasser! Ein Tiroler Getränkehersteller hat den Erfrischungsdrink nun in die Supermärkte gebracht - und zwar in den Geschmäckern Himbeere und Mango-Marille sowie eine Kräutervariante. Abgefüllt wird es in einer Alu-Feldtrinkflasche und Glasflasche.

Es ist die Idee des Tiroler Getränkeherstellers Skiwater®, das Skiwasser überall zugänglich zu machen. „Es steht für das alpine Lebensgefühl in den Bergen und zollt dem alpinen Spirit, gastronomischer Gastfreundlichkeit sowie ausgezeichneter Kulinarik Tribut“, sagt Erfinder Jitse Rupp.

In drei Geschmäckern überzeugt das „Skiwater“ durch seine natürlichen Inhaltsstoffe sowie durch 50 Prozent weniger Zucker in 100-prozentiger Qualität. Während Himbeere den beliebten Geschmack des klassischen Skiwassers verkörpert, punktet Mango-Marille durch sein fruchtiges Geschmackserlebnis am Gaumen.

Hinter der dritten Sorte verbirgt sich eine Kräutermischung mit dem Namen „Mountain Tonic.“, die laut dem Erfinder dem typischen Gin Tonic-Geschmack nahe kommt. Inspiriert von den Feldflaschen der Wanderer in den 1920er-Jahren hat man sich für leichte, bruchsichere und ohne Qualitätsverlust recyclebare Alu-Feldtrinkflaschen entschieden.

Erhältlich ist das Skiwasser etwa bei Spar, in Adeg-Filialen sowie im Skiwater-Onlineshop.
(skiwater.at)





.. die brüder obauer

40 JAHRE KOCHKUNST: OBAUERS FEIERN JUBILÄUM

Vor 40 Jahren hat Karl Obauer ein einfaches Wirtshaus in Werfen (Pongau) übernommen. Daraus hat er gemeinsam mit seinem Bruder Rudi eines der besten Restaurants Österreichs gemacht. Für ihre Kochkünste sind die Gebrüder Obauer vielfach ausgezeichnet, seit 24 Jahren halten sie durchgehend vier Hauben. Vor 40 Jahren hat Karl Obauer ein einfaches Wirtshaus in Werfen (Pongau) übernommen. Daraus hat er gemeinsam mit seinem Bruder Rudolf eines der besten Restaurants Österreichs gemacht.

Mittlerweile zählen die beiden zu den erfahrensten Spitzengastronomen Österreichs. Wohin sie ihr Weg führen wird, war 1979 noch nicht abzusehen, sagt Karl Obauer: "Am 1. Mai, am Tag der Arbeit haben wir angefangen. Wir haben ja nichts zu verlieren gehabt. Wir haben ein funktionierendes Wirtshaus übernommen. Aber uns war klar, dass wir bei dem normalen Wirtshaus nicht Halt machen wollen. Wir wollten ein Wirtshaus, so wie wir es selber vorfinden möchten“.

Der Weg zur Spitze führte die Brüder über den Arlberg, schildert der „Koch des Jahrzehnts“: "Es hat 1979 keine Restaurantführer gegeben. Keiner wusste von uns. Wir haben im Ausland schon gelernt, wie Gastronomie und Küche funktionieren. Wir wollten die Gäste nach Werfen locken. Aber dafür haben wir zunächst im Winter zugesperrt und sind in den „Zürserhof“ am Arlberg gegangen“.

Inspiriert habe sie die „nouvelle cuisine“ aus Frankreich, ergänzt Rudolf Obauer: „Der französische Koch Paul Bocuse hat den Beruf des Kochs salonfähig gemacht“. Hinter dem Erfolg stecke viel Arbeit und hohe Disziplin- und vor allem ein perfekt eingespieltes Team. Der Erfolg sei treuen, langjährigen Mitarbeitern, der Schwester und den Eltern zu verdanken, betont Rudolf Obauer.

Auch die Familie arbeitet im Betrieb mit. Die Frau und einer der Söhne von Rudolf Obauer leiten das Service. Für die Gebrüder ist die Zukunft ganz klar, sagt Karl Obauer: „Wir machen so weiter, wie in den vergangenen 40 Jahren. Wir orientieren uns an Veränderungen, führen sie aber so durch, wie wir es für vernünftig halten. Aufhören wollen wir lange noch nicht“.
(orf.at)





.. der kirstein-blockmalz-mann

NEUES LEBEN FÜR MALZZUCKERL

Wilhelm Kirstein, ältester Jungunternehmer Österreichs und Urenkel des Erfinders des Malzzuckerls, will die Traditionsmarke vor dem Vergessen bewahren Wilhelm Kirstein ist der Blockmalz-Mann. Er war es, als sein Großvater das dunkle, malzige Zuckerl Kindern weit über die Grenzen Österreichs hinaus schmackhaft machte. Und er blieb es, als sein Vater den Traditionsbetrieb, ohne die Familie in das Vorhaben einzuweihen, an die Konkurrenz verkaufte, infolgedessen die Marke unter wechselnden Eigentümern dem Vergessen anheimfiel. "Ich wurde ins Zuckerlgeschäft hineingeboren, und dieses ließ mich nie wieder los. Mein Großvater hat die Marke Kirstein wohl für mich erfunden."

Kirstein war Anfang 30, als sein Vater in den 70er- Jahren sämtliche Anteile und Markenrechte an der Fabrik an Englhofer veräußerte. "Ich wollte damals in schnellere Maschinen investieren, die Produktion in Zuckerln und Gummiwaren aufteilen." Er hätte damit Erfolg und bis heute Bestand gehabt, trotz aufstrebender deutscher Süßwarenriesen wie Haribo, ist sich Kirstein sicher. "Doch ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. Es war, als wäre ich im falschen Film." Kirstein wechselte als Manager in die internationale Industrie, arbeitete für Energiekonzerne wie die finnische Neste Oyi, lebte im Ausland – ohne dabei jedoch das Gedeih des Milchzuckerls aus den Augen zu verlieren. Er wartete ab. Mehr als 40 Jahre lang. Bis sich über einen geschickten Schachzug die Gelegenheit ergab, wichtige Markenrechte rund um das Wiener Blockmalz zurückzuholen. Das war 2017. Nun ist er 78 und der vermutlich älteste Jungunternehmer des Landes. Als Start-up bezeichnet sich Kirstein nicht, lieber sieht sich der gelernte Konditor und Chocolatier als Arrangeur, der zwischen Vertriebs- und Produktionspartnern die Fäden zieht.

Der Wiedereinstieg war leichter als gedacht, erzählt er. Denn kleine Fachhändler hätten das Aufleben des Traditionszuckerls freudig begrüßt. Als harte Nuss erweisen sich freilich große Supermärkte, in die sein Malzmännchen bislang keine Zehe bekam. "Aber damit bin ich in guter Gesellschaft. Auch Red Bull brauchte für eine Listung zwei bis drei Jahre." Kirsteins Ugroßvater Ludwig erzeugte vor 140 Jahren als Bäcker erste Malzzuckerln. Dessen Sohn Emil schuf in Wien 1912 dafür eine Fabrik, die auf bis zu 200 Mitarbeiter heranwuchs. Der süße Markt war eine boomende Branche und der Großvater ein gewiefter, leidenschaftlicher Geschäftsmann, erinnert sich sein Enkel. "Er hatte eine der modernsten Zuckerlfabriken Europas – mit einer Marke so stark wie Manner." An jedem Bahnhof Österreichs sei der Malzmann großflächig plakatiert gewesen. Über Lizenznehmer fand er den Weg bis Barcelona. "Ein spanisches Kirstein-Sackerl hüte ich bis heute wie meinen Augapfel."

Emil Kirstein starb, sein Sohn verkaufte an den Grazer Fabrikanten Englhofer, der 1997 wiederum unter das Dach von Nestlé kam. Wenig später holte sich die deutsche Süßwarengruppe Storck das Zuckerl. Es duellierte sich bei ihr mit der Marke "Werther's Echte", zog den Kürzeren und ward bald im Handel nicht mehr gesehen. Dass der gesamte Zuckerlmarkt seine goldenen Zeiten weit hinter sich hat, schreckt den Urenkel des Gründers nicht ab. "Schrumpfen – was für ein grausliches Wort." Er lässt das Blockmalz – "ein Hausmittel gegen Hustenreiz" – in drei Sorten bei einem bayerischen Familienbetrieb produzieren und über die Salzburg Schokolade vertreiben. "Einige hundert Händler" in Österreich und Bayern nahmen sie in ihr Sortiment auf, einzelne Lieferungen gehen bis nach Fernost.

Gewinne werfen die Zuckerln keine ab, was aber nach erst zwei Jahren nicht wirklich verwunderlich sei, sagt Kirstein. Was ihn mehr sorgt, ist der Blick in die Zukunft: Rein statistisch gesehen, lebe er ja gar nicht mehr. "Falle ich um, ist die Marke weg." Seine Kinder schätzten zwar sein neues Engagement als Unternehmer, sie stiegen aber eher nicht in seine Fußstapfen. Also hält er nach starken Partnern wie Lindt oder Nestlé Ausschau, wie auch nach jungen Leuten, denen die Marke lieb sei und "die das Know-how eines alten Kerls wie mich brauchen können".
(derstandard.at)  (blockmalz.at)





.. impossible whopper

BURGER KING STELLT VEGGIE-WHOPPER MIT FLEISCHGESCHMACK VOR

Die US-Kette bringt einen fleischlosen Burger auf den Markt. Auch in Österreich wird es die pflanzliche Version geben. Die Fast-Food-Kette Burger King bietet in den USA seit dieser Woche eine fleischlose Variante seines jahrzehntealten Kassenschlagers Whopper an, die dem Original im Gegensatz zu früheren Veggie-Versionen zum Verwechseln ähneln soll. Mit dem "Impossible Whopper" will Burger King trotz des Verzichts auf Fleisch den Massengeschmack treffen.

"Ich habe hohe Erwartungen, dass das ein großes Geschäft wird - nicht nur ein Nischenprodukt", sagte Marketing-Chef Fernando Machado zu Wochenbeginn der New York Times. Seinen Angaben zufolge fällt es nicht nur Kunden schwer, die fleischlose von der konventionellen Variante zu unterscheiden, sondern auch Mitarbeitern, die den Burger in- und auswendig kennen.

Der "Impossible Whopper" besteht dabei vor allem aus Proteinen aus Sojabohnen und Erdäpfeln, Kokos- und Sonnenblumenöl sowie Häm, eine eisenhaltige Verbindung, die auch in roten Blutkörperchen vorhanden ist und im Burger Textur, Farbe und Geschmack von Fleisch simulieren soll.

Bisher ist der fleischlose Whopper nur in einigen dutzend Schnellrestaurants in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri verfügbar. Möglichst schnell soll das Angebot dem Unternehmen zufolge aber ausgeweitet werden.

Burger King arbeitet bei seinem Vorstoß mit dem kalifornischen Startup Impossible Foods zusammen, das pflanzliche Fleischprodukte ohne Tierbestandteile herstellt und seine Produkte noch in diesem Jahr auch in Supermärkten anbieten will.

Der weltweite Fleischkonsum gilt nicht zuletzt wegen des enormen Flächenverbrauchs für die Viehhaltung und den Anbau von Futtermitteln für die Tiere als ein bedeutender Faktor bei der ökologischen Belastung des Planeten.

Während Sojaburger grundsätzlich schon seit langem bei zahlreichen Anbietern im Programm sind, soll der technologische Fortschritt die Ersatzprodukte nun immer näher an die bei Verbrauchern beliebten Weckerl mit gegrillter Fleischeinlage heranreichen lassen. Dem Schweizer Lebensmittelriesen Nestle zufolge suchen Verbraucher "nach verschiedenen Wegen, ihre Protein-Aufnahme zu genießen und auszubalancieren und den ökologischen Fußabdruck ihrer Ernährung zu verringern".

Der Konzern äußerte am Dienstag die Einschätzung, dass sich dieser Trend fortsetzen werde. Er stellte Pläne für einen zu 100 Prozent auf pflanzlichen Inhaltsstoffen basierenden "Incredible Burger" vor, der bereits im April in acht europäischen Ländern - darunter auch Österreich und Deutschland - verfügbar sein soll.

Auch dieser Veggie-Burger soll sich für Kunden kaum vom traditionellen Pendant unterscheiden. Nestle zufolge soll er bei der Zubereitung sogar dasselbe brutzelnde Geräusch wie die konventionellen Fleischscheibe von sich geben. Der niederländisch-britische Konkurrent Unilever hatte indes bereits im Dezember den Kauf der Marke "De Vegetarische Slager" ("Der vegetarische Fleischer") verkündet.
(kurier.at)





.. almdudler trachtenpärchen

COCA-COLA UND ALMDUDLER STREITEN UM BESSERE LIMO

Nach Ende der langjährigen Abfüll- und Vertriebspartnerschaft mit Almdudler hat der Getränkekonzern Coca Cola seit Februar in Österreich nun eine eigene Kräuterlimonade im Programm. Coca Cola will mit dem Kinley Kräuter Kracherl nach eigenen Angaben „den österreichischen Getränkemarkt aufmischen“. Almdudler-Chef Gerhard Schilling ortet eine „emotionale Reaktion“ des Ex-Geschäftspartners.

„Bei rationaler Überlegung hätte ein professioneller globaler Konzern jedoch keine Kopie einer starken und in Österreich seit vielen Jahrzehnten tief verankerten Marke auf den Markt gebracht, zumal die Österreicher ja eindeutig Almdudler bestellen und nicht irgendeine Kräuterlimonade“, so Schilling in einer Stellungnahme.

Almdudler war offenbar nicht mehr mit der Vertriebsleistung des globalen Getränkekonzerns zufrieden. „Für Coca-Cola war die bekannte, österreichische Marke Almdudler ein wichtiger Türöffner in der österreichischen Gastronomie, aber beim erweiterten Sortiment gab es Zurückhaltung“, meinte Schilling. Almdudler bietet zahlreiche Varianten seiner Original-Kräuterlimonade an, unter anderem Bio, Zuckerfrei, Himbeere, Grapefruit, Holunder und auch das Biermischgetränk Almradler. Seit Anfang 2018 hat der Wiener Limonadenhersteller auch das Cola-Orangenlimo-Mixgetränk Spezi im Programm.

Coca Cola bewirbt seine neue Limonade mit einem selbstbewussten Werbespruch: „Nicht ganz objektiv betrachtet die beste Kräuterlimo Österreichs.“ In der Gastronomie ist die Kräuterlimonade von Coca Cola bereits an 1.300 Orten erhältlich, unter anderem im Falkensteiner Hotel Wien und Hotel Imperial sowie bei Autogrill und Landzeit. „Das Interesse an Kinley Kräuter Kracherl in der Gastronomie ist enorm“, vermeldete der Vertriebsdirektor bei Coca-Cola HBC Österreich, Herbert Bauer, anlässlich der Markteinführung. „Im Handel befinden wir uns derzeit noch in der finalen Listungs-Abstimmung mit unseren Partnern“, hieß es von Coca Cola HBC Österreich. In den österreichweit rund 700 Getränkeautomaten von Coca Cola wurde Almdudler bereits durch das Kinley Kräuter Kracherl ersetzt.

Almdudler verstärkt nun seine Marketing- und Vertriebsaktivitäten vor allem im Bereich Gastronomie und will seine österreichischen Wurzeln noch stärker betonen. „Das Produkt, die Marke sowie das Unternehmen Almdudler sind zu 100 Prozent in Familienbesitz. Internationale Konzerne können diesen Ursprung aus Österreich bei allen Bemühungen nicht glaubhaft darstellen“, so der Almdudler-Chef.
(krone.at)





.. hamburger

EU WILL VEGGIE-BURGER UND SOJASCHNITZEL VERBIETEN

Veggie-Burger, Seitansteaks, Sojaschnitzel & Co könnten schon bald Geschichte sein. Zumindest wenn es nach einer neuen EU-Idee geht. Wie der "The Guardian" berichtet, möchte das EU-Parlament Bezeichnungen fleischloser Produkte neu regeln. Konkret sollen sich pflanzliche Lebensmittel (bzw. Gerichte) künftig nicht mehr der traditionellen Bezeichnungen von Fleischprodukten – etwa Steak oder Würstel – bedienen dürfen.

Für Milchprodukte besteht eine solche Regelung bereits sei 2017, für Fleisch und Wurst wird ein entsprechender Plan schon länger diskutiert und ist im Agrarausschuss des Europaparlaments nun mit großer Mehrheit angenommen worden.

"Wir sollten das Wort 'Steak' auch für ein richtiges Steak verwenden", erklärte dazu der französische Abgeordnete Eric Andrieu. Die Verwendung der Bezeichnung tierischer Produkte für pflanzliche sei "irreführend", so das Argument der Befürworter der entsprechenden EU-Richtlinie.

Bis das Verbot tatsächlich umgesetzt wird, dauert es aber noch. Immerhin müssen die Pläne zunächst auch noch im Parlament Zustimmung finden. Wenn das Namensverbot, wie es ein solches in Frankreich beispielsweise schon gibt, aber kommt, ist Kreativität gefragt. Laut "Guardian" kursieren bisher eher wenig überzeugende Alternativbegriffe, etwa "Veggie-Disk" statt "Veggie-Burger".

Kritik an dem neuesten Vorhaben kommt bereits von Greenpeace und Birdlife, die darin einen Schlag gegen nachhaltige Lebensmittel ortet.

Die britische Grünen-Parlamentarierin Molly Scott Cato sieht in einer solchen Regelung eine Chance für pflanzliche Hersteller, um endlich damit aufhören zu können, "Vorbildern aus der Fleischwelt nachzueifern" und eigene Begrifflichkeiten zu etablieren.
(heute.at)





.. aida cremeschnitte

REZEPT-FUND IN ALTEM AIDA-TRESOR: WER HAT DIE CREMESCHNITTE ERFUNDEN?

Nachdem ein verschollen geglaubtes Rezept entdeckt wurde, beansprucht Aida den Ursprung der süßen Kreation für sich. Seit über 100 Jahren finden Naschkatzen in den Aida-Kultcafés alles, was das Herz begehrt. Besonders beliebt im Süßspeisen-Sortiment: die Cremeschnitten. Diese werden nach einem geheimen Rezept in den Backstuben der Filialen zubereitet.

Bisher konnte kein Beweis für den originären Ursprung der Aida-Cremeschnitte erbracht werden, da man die Rezepte im Zuge des Zweiten Weltkriegs als vernichtet glaubte. Mit dem Fund alter Unterlagen im Herbst des vergangenen Jahres könnte sich das nun ändern. Im Keller der Aida-Filiale im ersten Wiener Gemeindebezirk wurden Unterlagen des Gründers Josef Prousek und seines Sohnes Felix aus den 1920er bis 1940er Jahren gefunden, die man als verschollen ansah. So wurden in der Bognergasse 3 etwa Rezepte, Dekorationen und Einkaufslisten entdeckt.

Eines der Rezepte ist eine handschriftliche Backanleitung der Aida-Cremeschnitte aus dem Jahr 1943. Dieses Rezept basiert auf mündlichen Überlieferungen Prouseks aus dem Gründungsjahr 1913. Das wiedergefundene Rezept deckt sich zur Gänze mit jenem, das mündlich weitergegeben wurde.

"Dank dieses Rezepts erheben wir Anspruch auf die originäre Cremeschnitte Österreichs - ja womöglich sogar weltweit", sagt Junior-Chef Dominik Prousek. "Wir rufen ganz Österreich und alle Länder der ehemaligen k. & k. Monarchie auf, gemeinsam mit uns nach dem ältesten Cremeschnitten-Rezept zu suchen. Meine Familie und ich sind sehr gespannt und freuen uns auf viele alte Rezepte und den aktiven Austausch mit Konditoren in ganz Europa."

Erste Recherchen vonseiten der Konditorei hätten ergeben, dass die berühmte Cremeschnitte aus dem Hotel Park in der Slowenischen Stadt Bled auf den Konditor Istvan Lukacevic und das Jahr 1953 zurückgeht. So finden sich weitere Kreationen in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Serbien und Rumänien sowie der Schweiz und anderen Ländern.

Immer wieder wird auf eine Verfeinerung eines älteren Rezeptes hingewiesen; so auch bei Josef Prousek, der 1913 seine Cremeschnitte aus der Konditor-Wiege hob. Den schriftlichen Beleg gibt es 30 Jahre später aus dem Jahr 1943.
(kurier.at)





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